Die Wintersonnenwende.

Warum die Wintersonnenwende seit jeher so kraftvoll war

Die Wintersonnenwende bildete für die Menschen früher einen existenziellen Wendepunkt. In Zeiten ohne elektrisches Licht bedeutete die Dunkelheit des Winters eine echte Herausforderung. Die Tage waren kurz, die Nächte lang, Kälte und Unsicherheit allgegenwärtig. Das Licht der Sonne war Lebensgrundlage. Für Orientierung, für Wärme, für Hoffnung. Wenn die Sonne zur Wintersonnenwende ihren tiefsten Stand erreicht hatte, wussten die Menschen. Von hier an wird es wieder heller. Ganz langsam. Aber verlässlich. Um diesen Moment zu ehren, entzündete man Feuer, Fackeln und Kerzen. Holzscheite wurden aufgerichtet, Kienspäne und Harze genutzt, um Licht zu schaffen. Das Feuer stand für Schutz, für Gemeinschaft, für das Weitergehen des Lebens. Eine Kerze in der Dunkelheit war ein Zeichen. Wir vertrauen darauf, dass das Licht zurückkehrt. Vielleicht berührt uns die Wintersonnenwende bis heute deshalb so tief. Weil sich etwas in uns erinnert. An das einfache, ursprüngliche Wissen, wie kostbar Licht ist.

Die Wintersonnenwende ist mehr als ein Datum im Kalender

Sie ist ein leiser Wendepunkt im Jahr. Es ist der Moment, an dem die Nacht am längsten ist. Die Sonne ihren tiefsten Stand erreicht. Und dennoch beginnt genau hier etwas Neues. Ganz still, fast unbemerkt, kehrt das Licht zurück. Seit Jahrhunderten, ja seit Jahrtausenden, haben Menschen diesen Moment gefeiert. Lange bevor Weihnachten entstand, richteten sich Kulturen weltweit nach diesem natürlichen Rhythmus aus. Die Wintersonnenwende, ein Sonnenfest. Ein Innehalten. Ein Versprechen: Das Licht geht nicht verloren.

Der tiefste Punkt im Jahreskreis

Astronomisch markiert die Wintersonnenwende den tiefsten Stand der Sonne. Die Dunkelheit erreicht ihren Höhepunkt und genau von hier an beginnt das Licht wieder zurückzukehren. Tag für Tag, kaum merklich, aber zuverlässig. Alles zieht sich zurück. Die Natur wird stiller. Pflanzen ruhen, Tiere sparen Energie, das Leben verlagert sich nach innen. Genau darin liegt ihre Kraft. Die Natur drängt nicht. Sie wartet. Sie sammelt ihre Kräfte. Sie vertraut darauf, dass Wachstum nicht sichtbar beginnen muss. Unter der Oberfläche geschieht bereits etwas. Wurzeln verdichten sich, Knospen bereiten sich vor. Alles wartet darauf, im Frühling an die Oberfläche zu treten und zu erblühen.

Altes Wissen. Rituale zur Wintersonnenwende

Traditionell wurde die Wintersonnenwende mit Sonnwendfeuern begangen. Feuer stand für Schutz, für Gemeinschaft, für das wiederkehrende Licht. Wo kein Feuer möglich war, entzündete man Kerzen. Kleine Lichtpunkte in der Dunkelheit. Auch das Räuchern spielte eine wichtige Rolle. Mit Kräuterbuschen aus dem Sommer oder mit winterlichen Begleitern wie Fichte, Wacholder oder Tanne. Zum Reinigen. Zum Abschließen. Um Raum für Neues zu öffnen. Immergrüne Zweige wie Tanne oder die sagenumwobene Mistel wurden ins Haus geholt. Als Zeichen von Lebenskraft, als Schutzsymbol, als Erinnerung daran, dass Leben selbst im Winter fortbesteht. Sie gelten als Vorläufer unseres heutigen Weihnachtsbaums. Diese Rituale wirken nicht, weil sie alt sind. Sie wirken, weil sie uns erden. Weil sie Körper, Geist und Seele in Einklang bringen.

Die Wintersonnenwende als Zeit für Ruhe

Die Wintersonnenwende zeigt uns, wie heilsam Pausen sein können. Ein Spaziergang im Winterlicht. Eine Tasse Tee in Stille. Ein Abend ohne Ablenkung. All das sind kleine, vermeintlich unspektakuläre Gesten und doch tief wirksam. Sie helfen dem Nervensystem, wieder in Balance zu kommen. Sie nehmen Druck. Sie schaffen Weite.

Ein stiller, aber kraftvoller Neubeginn

Die Wintersonnenwende ist kein Neuanfang im klassischen Sinn. Sie ist ein Übergang. Ein Moment, um der eigenen inneren Uhr wieder zuzuhören. Es geht nicht darum, Pläne zu schmieden oder Ziele festzulegen. Sondern darum, wahrzunehmen, was bleiben darf und was sich langsam lösen möchte. Wenn wir diese Schwelle bewusst begehen, entsteht etwas Kostbares. Klarheit. Vertrauen. Ein leuchtendes inneres Licht. Und wie ich finde, ist genau dies das größte Geschenk dieser Zeit. Die Gewissheit, dass das Licht zurückkehrt. IMMER.

Feiere mit mir die Wintersonnenwende

Wenn du die Wintersonnenwende im Kreis erleben möchtest, lade ich dich von Herzen ein, diesen besonderen Moment gemeinsam zu begehen. Ich öffne einen Raum, in dem du mit den alten Ritualen der Wintersonnenwende vertraut wirst. Auf eine einfache, alltagstaugliche und bodenständige Weise. So, dass du sie mit in dein eigenes Leben nehmen kannst. Wir entzünden das Licht. Im Außen und im Inneren. Gemeinsam bereiten wir uns auf die Rauhnächte vor, diese stille Schwellenzeit zwischen den Jahren. Wir stellen unser persönliches Räucherwerk als Begleiter für die kommenden Nächte her. Wir kommen ins Spüren, in die Stille, in den Austausch. Wir lassen Raum entstehen für das, was sich zeigen möchte.

Ein Nachmittag zum Innehalten. Zum Erinnern. Dafür, das eigene innere Licht wieder bewusster wahrzunehmen.

83620 Feldkirchen-Westerham | 21.12.2025 – Wintersonnenwende
Melde dich gerne über meine Website an. Ich freue mich, diesen Übergang gemeinsam mit dir zu gestalten.

Zu meinen Events
Zurück
Zurück

Der Januar im Jahreskreis.

Weiter
Weiter

Der Wald in uns. Alte Geschichten, neue Verbindung.